Japans aufgehende Sonne: Chichibu

Japanischer Whisky hat international schon längst Fuß gefasst. Single Malts und Blends  von Suntory (Yamazaki, Hakushu) und Nikka (Yoichi, Miyagikyo) bekommen eine internationale Auszeichnung nach der anderen. Seit Oktober letzten Jahres ist mit der ersten Abfüllung der neuen Destillerie von Ichiro Akuto  ein neues Produkt auf dem Markt, das ebenfalls großes Potential hat: Chichibu the First. Weiterlesen »

Der Neue ist da: Glenglassaugh Revival

Als im November 1986 das Feuer unter den Stills der Glenglassaugh Distillery erlosch, sah kaum jemand eine Chance für einen Neustart.  In der damaligen Rezession teilte Glenglassaugh dieses Schicksal mit so manch anderer Whiskybrennerei. Doch 2008 tauchte die holländische Scaent Group wie der legendäre Ritter in weißer Rüstung am Horizont auf, erwarb die Destillerie samt vorhandenem Whiskybestand für satte 5 Millionen Pfund von der Edrington Group und nahm die Arbeit wieder auf. Jetzt wurde Weiterlesen »

Ardbeg auf Höhenflügen: Experimente im Weltall

Als die Information am 10. April bei der BBC auftauchte, war mancher zunächst versucht, an einen verspäteten Aprilscherz zu denken. Doch da die Verlautbarung dann von anderen Medien ebenfalls verbreitet wurde und auch auf der Homepage von Ardbeg stolz Erwähnung findet, muss sie wohl stimmen: Ardbeg-Moleküle befinden sich seit dem 2. November 2011 zu Forschungszwecken auf der Raumstation ISS. Die Destillerie auf der schottischen Insel Islay war Versuchen gegenüber schon immer aufgeschlossen, doch mit der Beteiligung an einer Testreihe des amerikanischen Konzerns NanoRacks hat sie jetzt den Vogel – pardon: die Rakete abgeschossen. Weiterlesen »

Tullamore Dew boomt: In Irland wird neue Whiskey Destillerie gebaut

Es wurde lange darüber spekuliert, jetzt ist es amtlich: Die Besitzer der irischen Whiskey Marke Tullamore Dew haben offiziell bekanntgegeben, noch in diesem Jahr mit dem Bau einer neuen Brennerei zu beginnen, um genug Pot Still und Single Malt Whiskey für ihren Exportschlager herstellen zu können.

Als William Grant & Sons im Jahr 2010 den Tullamore Dew von der C&C Group übernahmen, war das ein glänzender Fang für das bisher in der Speyside Weiterlesen »

Mir kennet älles – auch Whisky

Auch im Land der Dichter und Denker hat man schon längst das Whiskybrennen entdeckt und deutscher Whisky gehört zum Repertoire jedes gut sortierten Spirituosenanbieters. Doch Deutschland hat schon immer den Ehrgeiz gehabt, einen eigenen Weg zu gehen und so kommt es für die meisten deutschen Brenner nicht in Frage, die Schotten einfach zu kopieren, wie es die Japaner und Inder sehr erfolgreich tun. Deutscher Whisky geht seinen eigenen Weg und wer ihn mit schottischem Single Malt vergleicht, wird ihm nicht gerecht. Auch hier bei mir im Schwabenländle gibt es Brennereien, die sich seit einiger Zeit im Whiskybrennen versuchen. Zwei sehr erfolgreiche Beispiele möchte ich Ihnen vorstellen. Weiterlesen »

BenRiach auf Expansionskurs: 27 Millionen £ geben eine Menge Whisky!

Die Nachricht ließ gestern die Whiskywelt aufhorchen und verbreitete sich in Windeseile: Die BenRiach Distillery Company hat einen Millionendeal mit der Royal Bank of Scotland eingefädelt. Weiterlesen »

Kilchoman präsentiert neuen Islay Single Malt Whisky: Machir Bay

Es ist ganz schön was los auf Islay in diesen Tagen: Nachdem Bruichladdich den Startschuss zum Verkauf des Octomore 4.2 gab und Bowmore die neu gestylten Flaschen und Verpackungen vorstellte, vertreibt Kilchoman seit gestern seinen neuen Whisky, den Machir Bay. Weiterlesen »

Rauch – rauchiger – Octomore 4.2

Gestern war zwar Valentinstag, doch für Bruichladdich-Fans fühlte es sich an wie Weihnachten: Der heißersehnte Octomore 4.2 erschien. „Available from 14th February“ hieß es auf der Bruichladdich-Homepage, doch die Werbetommeln waren schon monatelang kräftig gerührt worden und die Händler freuten sich über viele Vorbestellungen. Doch lohnt sich die Aufregung? Weiterlesen »

Biosprit aus Rückständen der Whisky-Produktion

Bereits im Jahr 2010 hatte die Napier Universität in Edinburgh ein Verfahren zum Patent angemeldet, durch das die Rückstände der Whiskyproduktion einfach und effizient zur Herstellung von Biokraftstoff verwendet werden können. Jetzt meldete die BBC, dass eine Gesellschaft gegründet wurde, um die Versuchsphase zu beenden und die Methode auf kommerzielle Füße zu stellen: Celtic Renewables Ltd. Weiterlesen »

Kein amerikanisches Reinheitsgebot? Von Zimtstangen und Whiskey

In der Whiskywelt herrscht keine Einigkeit darüber, woher der der typische und individuelle Geschmack jeder Marke und jeder Abfüllung denn nun kommt. Über den Grund für einen eventuellen starken Rauchgeschmack wird man sich schnell einig, aber was ist mit den fruchtigen Noten, den Gewürzen, den Gräsern oder dem Leder? „Es ist das Fass, das den Geschmack prägt“, „Es ist das Quellwasser“, „Es ist die Form der Pot Stills“. Irgendwie hat jeder Recht und das Mysterium „Whiskyaroma“ wird wohl (hoffentlich) nie völlig geklärt werden. Worüber sollten wir dann auch noch stundenlang fachsimpeln?

Jetzt habe ich gerade gelesen, dass die Heaven Hill Distilleries in Bardstown, Kentucky, einen neuen Whiskey herausgebracht hat, bei dem die Ursache Weiterlesen »

Neuestes Kind aus Dufftown: Glenfiddich Malt Master’s Edition

Es ist der erste Double Matured, den Glenfiddich herausbringt: Die limitierten Abfüllungen der Glenfiddich Malt Master’s Edition von insgesamt 11 nacheinander erscheinenden Batches präsentieren Whiskys, die nach der üblichen Lagerung in Eichefässern noch in Sherryfässern nachreiften. Herausgegeben wird der Whisky zu Ehren des neuen Maltmasters von Glenfiddich, Brian Kinsman. Weiterlesen »

Kilchoman 2011: Besuch bei unserem Fass

Unser letzter Schottlandurlaub im Herbst 2011 führte uns (endlich!) wieder einmal nach Islay. Eine ganze Woche hatten wir für die Insel reserviert und in unserer Terminplanung viele Highlights vorgemerkt. Ein Besuch der Kilchoman Distillerie gehörte natürlich unbedingt dazu, denn dort schlummert etwas ganz Besonderes: Unser eigenes Fass Whisky! Na ja – genaugenommen ist es nur ein Anteil an einem Whiskyfass. Weiterlesen »

Whisky von Wikingern oder: Bruichladdich goes bere barley

Irischen Mönchen, allen vorweg dem bekannten St. Patrick, wird unbestritten die Verbreitung der Brennkunst in Europa zugeschrieben. Die wiederum bauten auf die Jahrhunderte zuvor im Orient gemachte Entdeckung des Destillierens auf.

Mark Reynier hat nun im Bruichladdich-Blog in einem Beitrag mit dem Titel „Right Time Right Place” erläutert, dass es doch ebenso die Wikinger gewesen sein könnten, die bereits über 650 Jahren vor den Mönchen den ersten schottischen Whisky hergestellten. Weiterlesen »

Old Pulteney 21 Jahre – Wirklich der Whisky des Jahres 2012?

Manchmal kann ich nicken und zustimmen, manchmal nur den Kopf schütteln, wenn sich jemand zu einem Whisky äußert. Über die Farbe, die Rohstoffe oder das Herstellungsverfahren mag man zu einheitlichen Ergebnissen kommen, aber Geschmack ist ein äußerst subjektives Empfinden. Punktetabellen und Benotungen sogenannter Whiskyexperten können deshalb nur Anhaltspunkte sein, sind aber keinesfalls allgemeingültige wissenschaftliche Statements. Jim Murray’s alljährlicher Almanach mag sich zwar Whisky Bible nennen, aber sie ist trotzdem nur Ausdruck seines persönlichen Geschmacks. Aber vielleicht hat er den Namen nicht gewählt, weil er seine Allmacht ausdrücken wollte, sondern weil er insgeheim beim Tasten mancher Tropfen die Bibelstelle „Herr, lass diesen Kelch an mit vorübergehen“ vor Augen hat….

Als Jim Murray’s Whisky Bible 2012 den 21-jährigen Old Pulteney zum Whisky des Jahres krönte, war die Whiskywelt platt: Wie kommt er denn darauf? Weiterlesen »