Manchmal kann ich nicken und zustimmen, manchmal nur den Kopf schütteln, wenn sich jemand zu einem Whisky äußert. Über die Farbe, die Rohstoffe oder das Herstellungsverfahren mag man zu einheitlichen Ergebnissen kommen, aber Geschmack ist ein äußerst subjektives Empfinden. Punktetabellen und Benotungen sogenannter Whiskyexperten können deshalb nur Anhaltspunkte sein, sind aber keinesfalls allgemeingültige wissenschaftliche Statements. Jim Murray’s alljährlicher Almanach mag sich zwar Whisky Bible nennen, aber sie ist trotzdem nur Ausdruck seines persönlichen Geschmacks. Aber vielleicht hat er den Namen nicht gewählt, weil er seine Allmacht ausdrücken wollte, sondern weil er insgeheim beim Tasten mancher Tropfen die Bibelstelle „Herr, lass diesen Kelch an mit vorübergehen“ vor Augen hat….
Als Jim Murray’s Whisky Bible 2012 den 21-jährigen Old Pulteney zum Whisky des Jahres krönte, war die Whiskywelt platt: Wie kommt er denn darauf? Weiterlesen »
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