Whisky und Eis – lecker!

Kaum ist es Sommer, sind die üblichen Beiträge wieder da: Zahlreiche Whiskyblogs thematisieren die Dauerbrenner-Streitfrage „Darf man Eis in den Whisky tun oder nicht?“. Rege Diskussionen und Kommentar-Gefechte sind einem sicher. Als nun auch das Scotch Whisky Experiment gestern auf seiner Facebookseite mit einem entsprechenden Posting das Sommerloch-Thema „How to drink whiskey in the summer“ aufgriff (man bezog sich auf den Artikel eines amerikanischen Magazins, deshalb das „e“), dachte ich mir, ich kann das Thema Whisky und Eis einfach nicht länger ignorieren.
Nun bin ich aber weit davon entfernt, euch erklären zu wollen, wie ihr euren Whisky trinken solltet. Wenn ihr ihn gekühlt mögt – warum nicht? Meinen Dram genieße ich auch im Sommer lieber in „Zimmertemperatur“, aber das ist ebenso Geschmackssache wie die Frage getorft oder ungetorft oder mit Rotweinfinish oder ohne. Wie schreibe ich aber trotzdem einen Blogartikel, um die begehrten Keywords Whisky und Eis in einem Beitrag zu vereinen? Ganz einfach, ich tu das Eis nicht in den Whisky, sondern den Whisky über das Eis!

Ich koche Whiskykaramell zum Eis

Der beste Ehemann von allen ist prädestiniert dafür, mir beim Erzeugen meiner ersten Whisky-Karamellsauce zur Seite zu stehen. Erstens ist er Küchenmeister, zweitens Whiskyliebhaber, drittens leidenschaftlicher Eis-Esser und viertens ist er die Frage „Schatz, kommst du mal…?“ von mir gewohnt. Ich weiß ja, dass ich Zucker karamellisieren lassen muss und dann mit Sahne und dem Whisky aufkochen, aber wie viel brauche ich mengenmäßig? Die Frage nach der möglichen Rezeptur beantwortet der beste Ehemann von allen mit einem Schulterzucken „Na, nimm halt mal 100 Gramm Zucker, 4 cl Sahne und 4 cl Whisky“. Das mache ich dann also und entscheide mich für einen 12jährigen Dalmore, der gerade bei uns im Regal steht (danke, Sven! 🙂 ).
Dann wird erhitzt und gerührt und fertig ist der Whiskykaramell zum Eis. Wer ihn nachkochen will, findet unten das bebilderte Rezept (Rühren und Fotografieren gleichzeitig – Ihr könnt stolz auf mich sein). Den Whisky könnt ihr nach Lust, Laune, Geschmack und Bestand variieren. Morgen mach ich vielleicht eine Sauce mit Laphroaig und dazu gibt’s dann vielleicht Schokoladeneis…

Rezept

100 Gramm Zucker in einen kleinen Topf geben (1. Bild) und bei mittlerer Hitze flüssig werden lassen (2. Bild). Kräftig rühren, es klumpt erst, das gibt sich aber nach kurzer Zeit. Der Zucker karamellisiert und wird dunkel. Je nachdem, wie streng ihr den Karamell möchtet, lasst ihr ihn heller oder dunkler werden.

4 cl süße Sahne unterrühren (Vorsicht, beim Hineinschütten schäumt es heftig auf) und einige Minuten köcheln lassen (3. Bild), bis aus der zähen eine schöne glatte Masse wird. In Karamellsauce gibt man meist noch eine kleine Menge Butter hinein, darauf verzichte ich aber diesmal.

Den Topf von der Platte ziehen, 4 cl Whisky unterrühren (Vorsicht,…..) und schön verrühren (4. Bild).
Abkühlen lassen und den (zähflüssigen) Karamell zum Eis genießen. Munteres Variieren erlaubt – vorausgesetzt, ihr berichtet in einem Kommentar darüber.

3 Kommentare
  1. Klingt super lecker und schmeckt bestimmt auch bei schlechtem Wetter. Vielen Dank für die tolle Anleitung, das werde ich bestimmt bald ausprobieren! Am liebsten mit Laphroaig:-) LG Margaretemarie

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