Besichtigung der Annandale Distillery

Seit November 2014 wird in der Annandale Distillery produziert. Rund 10,5 Millionen Pfund haben die umfangreichen Renovierungsarbeiten verschlungen, aber es hat sich gelohnt: Die Whiskybrennerei ist sehr hochwertig und mit viel Liebe zum Detail zu einer schmucken Schönheit herangewachsen. Nachdem ich euch in den vergangenen Jahren ausführlich über den Fortgang der Renovierungsarbeiten berichtet hatte (hier und hier) , möchte ich euch auch abschließend noch auf einem kleinen visuellen Rundgang durch die fertige Brennerei mitnehmen.

Ich besuchte die Annandale Distillery im Juni. David Thomson war leider zu der Zeit nicht vor Ort. Malcom Rennie, zuvor Master Distiller, ist mittlerweile nicht mehr fest angestellt bei Annandale, er steht der Brennerei aber noch beratend zur Seite. So kann ich euch hier die Bilder einer herkömmlichen Besuchertour bieten, bei der leider in den Lagerhäusern nicht fotografiert werden darf. Dass es trotzdem praktisch zu einer privaten Tour wurde, ist der Tatsache zu verdanken, dass ich sehr früh morgens dort war und an der ersten Tour keine weiteren Besucher teilnahmen. Unser junger Tourguide Frederick war sehr nett und beflissen, aber in Sachen Whisky und Herstellung ein frisch „Neigschmeckter“, wie man hier im Schwabenländle sagt.

Insgesamt arbeiten 18 Personen hier in der Annandale Brennerei, 4 davon in der Produktion, die allerdings auch noch gedrosselt läuft und von der Kapazität her verdoppelt werden könnte, erzählte Frederick. 66 Stunden lang ist die Fermentationszeit. Die drei Blennblasen, die bei Annandale arbeiten, bedeuten keine dreifache Destillation: Der Alkohol, den die 8000 Liter Wash Still erzeugt, wird anschließend aufgeteilt auf die zwei 4000 Liter Spirit Stills. Erzeugt wird getorfter wie auch ungetorfter New Spirit.

Die Fässer, in die das nicht getorfte Destillat kommt (Man O’Words genannt nach Robert Burns), sind mit einer Feder gekennzeichnet, die mit getorftem (Man O’Sword nach Robert Bruce) mit einem Schwert. Rund 1000 Fässer würden bereits in den Lagerhäusern von Annandale schlummern, meinte unser Guide. Den New Spirit durften wir während der Tour nicht probieren, nur daran riechen 🙂 . Er wird im Shop aber zum Kauf angeboten als Rascally Liquor, dessen Label von Robert Burns‘ Reiter Tam o‘ Shanter dominiert wird.

Der Shop mit angegliedertem Café und Bistro macht einen wesentlichen Teil der Annandale Distillery aus, die von Anfang an ja ganz bewusst als Besucherbrennerei angelegt wurde. Darauf weisen auch nicht zuletzt bereits die großflächig angelegten Pkw- und Busparkplätze vor der Brennerei hin. Groß angelegt wurden nicht nur die Parkflächen, sondern auch die Preise für die ersten Verkäufe der Brennerei: Das erste Annadale Fass ging für 1 Million Pfund „über den Ladentisch“ – hoffen wir mal, dass die künftigen Annandale Whisky Abfüllungen dann nicht ganz so ambitioniert bepreist werden…

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2 Kommentare

  1. Hey, tolle Artikel hier auf der Seite, ich muss sagen, dass Whisk(e)y leider nicht mein Steckenpferd ist, ich das Thema aber unglaublich spannend finde. Vielleicht könnten wir ja mal über einen Gastartikel bei mir auf meinem Blog reden. Ich würde mich sehr freuen fachmännische Unterstützung bei dem Thema zu bekommen. Viele liebe Grüße von der Insel Usedom, Chris von http://www.bar-trends.de

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