Whisky und Schokolade – ein Bericht über doppelten Genuss

Eigentlich muss es ja Chocolade heißen und nicht Schokolade, denn in diesem Bericht geht es speziell um Hachez Chocolade und ein besonderes Event, zu dem ich in der vergangenen Woche nach Hamburg eingeladen wurde. Und neben Whisky gab es übrigens auch Whiskey.

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Die süße Welt der Chocolade

Wer kann als Schokoladen- und Whiskyliebhaber schon widerstehen, wenn Hachez zu einer Veranstaltung einlädt, die „Chocolade & Whisky“ überschrieben ist? Noch dazu, wenn als Moderator des Tastings Chris Rickert von Hansemalt angekündigt wird und somit nicht nur hochwertige Schokolade, sondern auch ebensolcher Whisky zu erwarten ist? So machte ich mich in der vergangenen Woche auf nach Hamburg und traf im Foyer des Chocoversums auf ebenso gespannte Kollegen und Kolleginnen aus der Fachjournalisten- und Bloggerszene.

Das Chocoversum ist nicht nur ein reines Schokoladenmuseum, sondern erklärt die Schokoladenwelt in Theorie und Praxis: Auf einer Führung lernten wir, wo Kakaobohnen herkommen, wie sie aussehen und und wie sie in einem aufwändigen Prozess zu Schokolade werden. Zwischendurch war immer wieder schnuppern und probieren angesagt, um die verschiedenen „Entwicklungsstufen“ nicht nur theoretisch, sondern auch sensorisch nachvollziehen zu können. Und die Maschinen stehen nicht nur zur Besichtigung bereit, sondern laufen, melanchieren und conchieren. Wer einmal zu Besuch in Hamburg ist und nach einem kurzweiligen und gleichzeitig lehrreichen Ausflugsziel sucht (Schlechtwetterprogramm? 😊), das auch für Kinder nicht langweilig ist, dem sei das Chocoversum unbedingt ans Herz gelegt.

Und nicht nur Kinder werden den Programmpunkt „Schokoladenwerkstatt“ lieben: Eine eigene Tafel Chocolade mit selbst ausgewählten Beigaben verfeinern – da waren wir alle mit Feuereifer bei der Sache und zauberten phantasievolle Kreationen. Meine Edelherbschokolade mit Kokos und kräftig Chili ist absolut lecker, nur zum Kombinieren mit Whisky wäre sie dann wohl doch zu spicy – da brennt die Schokolade mehr auf der Zunge als jeder Whisky 😉.

Chocolade trifft Whisky

Nach dem Besuch im Chocoversum ging es ins East Hotel, wo zunächst etwas Fingerfood auf uns wartete. Es galt schließlich, eine kleine Grundlage zu schaffen für das, was Chris für uns vorbereitet hatte: sechs Whiskys, die wir in Kombination mit Hachez-Chocolade ganz neu kennen lernen sollten. Für jede der sechs Hachez-Chokoladen „A Matter of Taste“ hatte Chris einen Whisky ausgewählt, der sich im Pairing perfekt in Szene setzen sollte:

  • Kilbeggan Blended Irish Whiskey zur Hachez Milde Vollmilch (33% Kakao-Anteil)
  • Glen Grant Major’s Reserve Scotch Single Malt Whisky zur Hachez Feine Vollmilch (44% Kakao-Anteil)
  • Balvenie Caribbean Cask 14 Jahre Scotch Single Malt Whisky zur Hachez Dunkle Vollmilch (55% Kakao-Anteil)
  • Evan Williams Black Label Kentucky Straight Bourbon Whiskey zur Hachez Edle Bitter (66% Kakao-Anteil)
  • Talisker 10 Jahre Scotch Single Malt Whisky zur Hachez Dunkle Bitter (77% Kakao-Anteil)
  • Ardbeg Ten Scotch Single Malt Whisky zur Hachez Intensive Bitter (88% Kakao-Anteil)

Chris gab zunächst einen Einblick in „how to taste am besten“, sowohl in Sachen Whisky als auch Schokolade. Wir verkosteten jeden Whisky zunächst auch für sich und widmeten uns jeder Schokolade „pur“. Dann zerknabberten wir jeweils ein Stückchen Schokolade und vermählten es im Mund zum gemeinsamen Geschmackserlebnis mit einem Schluck Whisky.

Wer schon einmal Schokolade und Whisky kombiniert hat, der weiß, wie spannend es ist, wie sich der Geschmack des Whiskys unter dem Einfluss unterschiedlicher Schokoladen verändert (wer den Schwerpunkt auf die Schokolade legt, wird es wohl anders herum ausdrücken 😉). Chris hat sich für Kombinationen entschieden, die auf der Linie „gleich zu gleich“ liegen, also milder und weicher Whisky zu milder Vollmilchschokolade und intensiver, fordernder Whisky zu herber Schokolade.

Meine favorisierte Paarung an diesem Abend war der Evan Williams mit der Edelbitter 66%. Nicht, weil es mein Lieblingswhisky des Abends gewesen wäre oder mir genau diese Hachez-Chocolade am besten gefiel, sondern weil die beiden Partner sich in der Zusammenwirkung von einer ganz überraschenden Seite zeigten und hier „am meisten passierte“: Der Bourbon verlor seinen kräftigen Eiche-würzigen Charakterzug und ließ seine fruchtige und malzige Seite stärker durchscheinen.

Zum Schluss machten wir auf unterhaltsame Weise noch einen kleinen Ausflug in die Welt des Blind-Tastings: Das „Blind“ wurde dabei wörtlich genommen und Augenbinden sorgten nicht nur für Heiterkeit, sondern auch für die Möglichkeit, sich unvoreingenommen der Schokolade und dem Whisky zu widmen. Michael Lutz beeindruckte die Chocolade&Whisky-anreichende Laura, indem er souverän alle dargebotenen Whiskys identifizierte.

Wir genossen, erforschten, ließen zerschmelzen, schlürften und hatten Spaß. Als der Abend zu Ende ging, hatte das Unternehmen Hachez nicht nur die Vielseitigkeit und Verführungskunst seiner Schokolade präsentiert, sondern sicher auch den einen oder anderen ermutigt, sich einmal auf etwas Neues einzulassen und das Pairing von Whisky und Schokolade auszuprobieren.

Bevor der süß-spirituöse Abend zu Ende ging, ließ es sich Hachez-Chef Christian Strasoldo nicht nehmen, noch hereinzuschauen und der Chocolade&Whisky-Runde Hallo zu sagen. 

Vielen Dank an das Team von Hachez Chocolade und Construktiv für die Einladung zu diesem genussvollen Event und an Chris für die Ausarbeitung und Moderation des Tastings.

Der Transparenz wegen möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass Hachez Chocolade sämtliche Kosten übernahm. Eine inhaltliche Beeinflussung erfolgte nicht und ich habe sowohl Schokolade als auch Whisky aus freien Stücken lecker gefunden.


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