Hot Toddy – denn manche mögen’s heiß

Hot Toddy Day? Zunächst wunderte ich mich, als ich heute diverse Postings von Freunden in den sozialen Medien sah. Aber schließlich gibt es ja für ziemlich alles und jede Zielgruppe einen internationalen oder zumindest nationalen Gedenktag. Warum also nicht einen Hot Toddy Day feiern? Es könnt schlimmer sein. Irn Bru Day zum Beispiel, finde ich (und höre schon den Aufschrei von Millionen Brausefans). Oder Stutenmilch-Tag. Und sagt selbst: Haben wir für einen Hot Toddy nicht gerade das absolut ideale Wetter?

Allen Ratlosen unter euch, die gerade überlegen, ob sie kurz nach Hot Toddy googlen sollen, sei gesagt: Ein Hot Toddy ist ein in Schottland und Irland beliebtes Heißgetränk, das oft als Geheimtipp bei oder gegen Erkältungen gehandelt wird. Heißes Wasser, Whisky, Honig, Zitronensaft – mehr braucht man eigentlich nicht für einen Hot Toddy. Ein paar Gewürze wie Nelken, Zimt oder Anis geben dem Ganzen etwas Pepp und zusätzliche Aromatik.

Es gibt wohl tausende unterschiedliche Rezepturen für einen Hot Toddy. Angefangen damit, dass manche den Whisky durch Rum oder Brandy ersetzen. Oder den Honig durch Rohrzucker. Oder die Zitrone durch Orange. Wie auch immer: Das Prinzip ist immer das Gleiche und die Zutaten erfüllen kaum zu schlagende „Das tut uns im Winter gut“-Zwecke. Heißes Wasser und Alkohol wärmen uns (unbestritten!), liefern jede Menge Vitamine und regen den Stoffwechsel durch die Gewürze an (eine positive Einrede ist schließlich der halbe Erfolg eines jeden Tipps).

Mir war zwar nicht kalt heute und krank bin ich auch nicht, aber um dem Hot Toddy an seinem Ehrentag zu huldigen und euch ein passendes Bild zu liefern habe ich mir also einen Drink eingeschenkt. Erwärmt ein Glas, bevor ihr heißes Wasser einfüllt. Zwei Teelöffel Honig habe ich darin aufgelöst und den Saft einer halben Zitrone hinzugefügt. Nelken und Zimtstange habe ich der hübschen Optik wegen in die Zitronenscheibe gesteckt, ihr könnt sie auch einfach ins Glas geben (Vorsicht dann aber beim Trinken…). Ein kräftiger Schuss Whisky darf zur Vollendung nicht fehlen. Ob ihr da zu einem Blend greift, euren Lieblings-Single-Cask-Single-Malt nehmt oder einen Bourbon wählt, ist euch überlassen. Bei mir war es schlicht, einfach und passend ein Black Label.

So ein Hot Toddy lässt sich wie bereits erwähnt nach Belieben variieren. Damit ihr das auch glaubt ist hier noch eine sehr gelungene Alternative: Als Whisky kam diesmal Big Peat zum Einsatz, Zitronensaft wurde durch Grapefruitsaft ersetzt und Zimt durch Anis. Rauchig, bitter-sweet – der etwas andere Hot Toddy. Auch sehr lecker. Und jetzt ist mir sehr warm. 


4 comments Add yours
  1. Da wird einem schon beim lesen ganz warm (und düdelig) – hicks. Gibt ja sooo viele Varianten… Danke für den Seelenwärmer-Tipp!

  2. Ein Bekannter erzählte mir schon des Öfteren vom Hot Toddy, aber probiert habe ich ihn noch nie. Da ich aber alle Zutaten zu Hause habe (wie ich gerade überrascht festgestellt habe), genehmige ich mir doch mal einen. Mal schauen, ob er gegen das Kratzen im Hals hilft. Ich lass es euch wissen 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.