Black Forest Lemberger Cask Finish: Eine Sonderedition des Rothaus Whiskys

Mit dem Black Forest Lemberger Cask Finish bringt die Badische Staatsbrauerei Rothaus in diesen Tagen eine neue Sonderedition ihres Single Malt Whiskys auf den Markt. Am Donnerstag wurde die Abfüllung im Weingut Herzog von Württemberg in Ludwigsburg bei einem Pressetermin erstmalig präsentiert. Der Veranstaltungsort wurde nicht zufällig ausgewählt: Von diesem Weingut stammten die Fässer, in denen der Whisky die Hälfte seines Lebens verbracht hat.

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Durch den Park von Monrepos, vorbei am Seeschloss, führt der Weg zum Weingut Herzog von Württemberg – an diesem Tag übrigens ein Weg im strahlenden Sonnenschein, gesäumt von Bäumen in herbstlichen Farben.  Aus dem Sonnenlicht ging es hinunter in den sanften Kerzenschimmer des repräsentativen Barriquekellers.  Hier stellten Christian Rasch, Alleinvorstand der Badischen Staatsbrauerei Rothaus, und Gutsleiter Michael Herzog von Württemberg den Black Forest Lemberger Cask Finish unserem doch sehr kleinen Kreis von Presse- und Rundfunkvertretern vor.

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Baden meets Württemberg und Whisky meets Wein

Der neue Rothaus Whisky ist eine Kooperation der besonderen Art. Die Badische Staatsbrauerei Rothaus begann 2006 mit der Herstellung von Whisky. Gemaischt und gebraut wird in der Brauerei selbst, gebrannt und gelagert dann anschließend in der Destillerie Kammer-Kirsch, die als Partner gewonnen werden konnte. Üblicherweise lagert der „Standard“ Black Forest Single Malt in Ex-Bourbon Fässern und Ex-Maltfässern aus Schottland. Jedes Jahr am 16. März wird seit 2009 eine neue Charge herausgegeben, dieses Jahr also bereits die achte. Zwischendurch gibt es auch immer wieder Sonderedition wie 2012 ein Madeira Finish oder letztes Jahr ein Rumfass Finish. Und nun also ein Lemberger Finish, bei dem das württembergische Weingut ins Spiel kommt. Die persönliche Bekanntschaft zwischen Christian Rasch und Herzog Michael führte zur Überlegung, sich auch einmal an einem Weinfass-Finish zu versuchen.

von links: Christian Rasch, Alleinvorstand der Badischen Staatsbrauerei Rothaus, Gutsleiter Michael Herzog von Württemberg und Ralph Hosbein, Leiter des Schlosshotel Monrepos
von links: Christian Rasch, Alleinvorstand der Badischen Staatsbrauerei Rothaus, Gutsleiter Michael Herzog von Württemberg und Ralph Hosbein, Leiter des Schlosshotel Monrepos

Lemberger Wein gelagert in heimischer Eiche

Die 225 Liter fassenden Weinfässer werden aus Eichenholz hergestellt, das hier in den herzoglichen Wäldern heranwuchs. Über 6 Einzellagen verfügt das Weingut, alle mit unterschiedlichen Böden, die vom Terroir individuell geprägte Weine hervorbringen.  Für das Finish wurden drei Fässer ausgewählt, die zuvor dreimal mit Lemberger Wein der Lage  Untertürkheimer Mönchberg belegt waren.  Nachdem der (zukünftige) Whisky zunächst zwei Jahre in Ex-Bourbon-Fässern verbracht hatte, reifte er für zwei weitere Jahre in diesen Ex-Lemberger-Fässern. Brennmeister Volker Herling überwacht den Reifeprozess jedes der Fässer in den Kellern von Kammer-Kirsch persönlich und er gab auch grünes Licht für den optimalen Abfüll-Zeitpunkt des Black Forest Lemberger Cask Finish.

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Voilà: Der Black Forest Lemberger Cask Finish

15.000 Halbliterflaschen gibt es vom Black Forest Lemberger Cask Finish. Der Whisky wurde mit 52,1%  abgefüllt, ungefärbt und kühlgefiltert. Die dunkle Farbe dieser neuen Edition, die sich ganz erheblich von der des normalen Rothaus Whiskys unterscheidet,  ist also einzig der Reifung in den Weinfässern zu verdanken. In den offiziellen Beschreibungen ist die Rede von dunklem Bernstein, ich würde von einem deutlichen Kupferton sprechen. Allerdings war das Licht im Barriquekeller gedämpft und das Kerzenlicht zauberte zahlreiche Reflexe. Nagelt mich also darauf nicht fest…

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Und ein Tasting darf auch nicht fehlen

An die theoretische Vorstellung der neuen Abfüllung schloss sich auch eine ganz praktische an: Zunächst gab es eine kleine Einstimmung durch die Verkostung des aktuellen Batches des Black Forests. Dann hatten wir das neue Lemberger Cask Finish im Glas. Und dieses Weinfass-Finish kann der Single Malt wirklich nicht leugnen. Deutlich sind die Weinaromen neben würzigen Noten, Beeren und Eichenoten wahrzunehmen. Leicht säuerlich und zugleich doch mit etwas Honigsüße. Weich in der Nase und dann im Mund, breitet sich ein trockenes Mundgefühl aus. Ich gebe ein paar Tropfen Wasser hinzu und der rote Rothaus bedankt sich mit einem Aufblühen der fruchtigen Aromen und einem Abklingen der Eiche- und Würznoten. Whisky meets Wein – das Black Forest Lemberger Cask Finish ist ein Single Malt für Freunde intensiver Finishes und starker Aromen.

Ach ja  – und abschließend ließ es sich Christian Rasch nicht nehmen, für den 18. November eine weitere besondere Abfüllung anzukündigen. Einzelheiten ließ er sich aber nicht entlocken und schwieg auf Nachfragen lächelnd.

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