Säntis Snow White III: Whisky meets Pflaume

Unter dem Namen Snow White hat Säntis nun bereits zum dritten Mal einen Whisky mit einem ganz besonderen Finish herausgebracht: Snow White III verbrachte zunächst fünf Jahre in den alten Bierfässern, die für den Säntis Whisky so typisch sind. Dann durfte er noch ein Jahr in einem Fass weiterreifen, in dem zuvor Vieille Prune lagerte, ein Pflaumenbrand. Im Gegensatz zum vorjährigen Snow White II, für den extra ein Fass mit Snow White FlascheGlühbier gefüllt und somit speziell kreiert wurde, kam diesmal also ein „auf herkömmliche Weise“ entstandenes Fass zum Einsatz: Mehrjährige Fasslagerung ist für Vieille Prune ganz typisch.

Bei der Whiskymesse Hall of Angels‘ Share in Villingen-Schwenningen hat mir Detlef am Säntisstand ein Sample des Snow White III abgefüllt; höchste Zeit für ein Tasting:

Snow White TastingNase: Irgendwie denke ich spontan an diese mit Obstwasser gefüllten Pralinen. Edle Tropfen heißen sie wohl. Dann denke ich eher an den Geruch beim Kochen von Pflaumenmus. Auch an getrocknete Früchte. Sehr süß. Sehr fruchtig. Kann man Cremigkeit riechen? Ein Hauch Würzigkeit rundet das Aroma ab, so wie Nelke und Zimt. Passt ja zum Pflaumenmus 🙂 .
Gaumen: Der Säntis Snow White III kann sein Finish nicht leugnen. Auch wenn sein Pflaumenaroma am Gaumen nicht so stark ist wie in der Nase, so hat er doch immer noch einen leichten Zwetschgenwassercharakter. Fruchtig, leicht süß. Dieser erste Eindruck wird dann aber durch eine sehr deutliche Würzigkeit in eine Obstbrand-untypische Richtung gelenkt und ich kann Whisky bestätigen, wenn auch nur schwach. Holz ist spürbar da und hinterlässt einen trockenen Eindruck.
Nachklang: Würzig und lang, trocken

Würde ich den Säntis Snow White III in einem Blindtasting als Whisky klassifizieren? Ich bin nicht sicher. Vermutlich nicht. Aber das macht ja nichts, man kann auch Spaß am Entdecken einer anderer Aromatik haben. Beim Snow White habe ich den jedenfalls und bin schon gespannt, was uns nächstes Jahr bei der Nummer IV erwartet!

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